Recht

Es ist eigentlich nie falsch, sich Gedanken über das Recht und die eigene rechtliche Stellung in einer Beziehung zu machen. Die Geburt des ersten Kindes stellt aber in vielen Bereichen eine derart massive Veränderung dar, dass es eigentlich Pflicht sein müsste, dies zu tun.

Gerade im Bereich des Erbrechtes führt eine Mutterschaft zu Verschiebungen unter Eheleuten, welche nicht zwangsläufig im Sinne des Paares sind. Im Gegenteil bringt das Erbrecht die private Altersvorsorge derart aus dem Gleichgewicht, dass ein Handeln zum Schutze des Schwächeren in den meisten Fällen geboten ist.

Es gibt keinen falschen Zeitpunkt das Richtige zu tun

Natürlich mag es sich auf den ersten Blick merkwürdig anfühlen, in Erwartung einer Geburt über den eigenen oder den Tod des Lebenspartners nachzudenken. Aber die Erfahrung sagt: Wenn nicht jetzt, wann dann? Denn die Phase der ersten Schwangerschaft ist normalerweise geprägt von der Bereitschaft sich mit dem eigenen Leben und wie es sich verändern wird, auseinanderzusetzen. Es ist auch der Moment, wo das Paar – so sie sich auf das Kind freuen – zusammenwachsen und die Familienwerte besonders hochhalten. Wann, wenn nicht dann, da man sich sowieso bereits damit beschäftigt, sich das Leben neue einzurichten, sollte man über Dinge wie Vollmachten, Güterstand, Vollmachten, Betreuung und Erben auseinandersetzen?

Bevor Sie dieses Thema für Jahrzehnte auf die lange Bank schieben, nutzen Sie doch die Gelegenheit und stellen Sie Ihre Familie auf ein solides rechtliches Fundament. Es ist nie zu früh dafür, aber allzu oft zu spät.

Kümmern Sie sich um Ihr Recht

Auf mutterschutz.org wollen wir Ihnen keine Vorgaben machen, wie Sie Ihre Dinge organisieren. Wir beschränken uns darauf, Ihnen Ihre Situation und Ihre rechtliche Stellung so einfach wie möglich darzustellen. Das Recht und die gesellschaftlichen Gewohnheiten sind nicht zwingend immer auf die Bedürfnisse der Mutter ausgerichtet. Aber das deutsche Recht gibt Ihnen immerhin die Möglichkeit, ihre Ausgangsbasis im Rahmen einer partnerschaftlichen Lösung zu verbessern. Sie sollten diese Chancen ganz unsentimental dazu nutzen

Recht Mutter Mutterschaft Kind

Recht

Es ist eigentlich nie falsch, sich Gedanken über das Recht und die eigene rechtliche Stellung in einer Beziehung zu machen. Die Geburt des ersten Kindes stellt aber in vielen Bereichen eine derart massive Veränderung dar, dass es eigentlich Pflicht sein müsste, dies zu tun.

Gerade im Bereich des Erbrechtes führt eine Mutterschaft zu Verschiebungen unter Eheleuten, welche nicht zwangsläufig im Sinne des Paares sind. Im Gegenteil bringt das Erbrecht die private Altersvorsorge derart aus dem Gleichgewicht, dass ein Handeln zum Schutze des Schwächeren in den meisten Fällen geboten ist.

Es gibt keinen falschen Zeitpunkt das Richtige zu tun

Natürlich mag es sich auf den ersten Blick merkwürdig anfühlen, in Erwartung einer Geburt über den eigenen oder den Tod des Lebenspartners nachzudenken. Aber die Erfahrung sagt: Wenn nicht jetzt, wann dann? Denn die Phase der ersten Schwangerschaft ist normalerweise geprägt von der Bereitschaft sich mit dem eigenen Leben und wie es sich verändern wird, auseinanderzusetzen. Es ist auch der Moment, wo das Paar – so sie sich auf das Kind freuen – zusammenwachsen und die Familienwerte besonders hochhalten. Wann, wenn nicht dann, da man sich sowieso bereits damit beschäftigt, sich das Leben neue einzurichten, sollte man über Dinge wie Vollmachten, Güterstand, Vollmachten, Betreuung und Erben auseinandersetzen?

Bevor Sie dieses Thema für Jahrzehnte auf die lange Bank schieben, nutzen Sie doch die Gelegenheit und stellen Sie Ihre Familie auf ein solides rechtliches Fundament. Es ist nie zu früh dafür, aber allzu oft zu spät.

Kümmern Sie sich um Ihr Recht

Auf mutterschutz.org wollen wir Ihnen keine Vorgaben machen, wie Sie Ihre Dinge organisieren. Wir beschränken uns darauf, Ihnen Ihre Situation und Ihre rechtliche Stellung so einfach wie möglich darzustellen. Das Recht und die gesellschaftlichen Gewohnheiten sind nicht zwingend immer auf die Bedürfnisse der Mutter ausgerichtet. Aber das deutsche Recht gibt Ihnen immerhin die Möglichkeit, ihre Ausgangsbasis im Rahmen einer partnerschaftlichen Lösung zu verbessern. Sie sollten diese Chancen ganz unsentimental dazu nutzen

Über Vollmachten

Im Normalfall bekommt man sein erstes Kind in jüngeren Jahren (auch wenn die Mutterschaft heute immer mehr in Richtung 40 strebt). In diesem Alter macht man sich in der Regel keine Gedanken über Krankheit, Unfall und Tod. Sollte man aber.

Dabei geht es natürlich nicht darum, die Angst vor diesen Unglücksfällen zu pflegen. Es geht vielmehr darum, für den gar nicht so unwahrscheinlichen Falle einer Handlungsunfähigkeit, organisatorisch vorzusorgen. Aus diesem Grunde spricht man in diesem Zusammenhang von der sogenannten Vorsorgevollmacht.

Um was geht es bei der Vorsorgevollmacht?

Mit einer Vorsorgevollmacht erteilen Sie einer oder mehreren Personen Ihres Vertrauens die Vollmacht, an Ihrer Stelle und in ihrem Sinne zu handeln und zu entscheiden. Warum ist das wichtig? Weil ohne eine solche Vollmacht niemand befugt ist, diese Handlungen für Sie vorzunehmen. Weder Ihr Ehegatte noch ihre Eltern. Und auch nicht Ihre Kinder – wobei dieser Punkt in Ihrem Fall vermutlich noch in weiter Ferne ist.

Eine Vorsorgevollmacht hat nichts mit Ihrer Mutterschaft zu tun, ist aber trotzdem wichtig. Auch weil die Mutterschaft, bzw. die Geburt das Risiko beinhalten, in eine solch betrübliche Lage zu geraten.

Über das Erben

Es mag sich vielleicht merkwürdig anhören, wenn man in Erwartung eines Kindes ans Erben denken soll. Tatsächlich ist aber gerade die Geburt des ersten Kindes aus erbrechtlicher Sicht von einschneidender Bedeutung. Das gilt insbesondere für den Fall, dass sich die Mutter dafür entscheidet, ihre beruflichen Ambitionen zu Gunsten des Kindes oder der Kinder zurückzustellen. Damit ist die Grundlage gelegt, dass sich nicht nur die Einkommenschancen des Elternpaares gegensätzlich entwickeln, sondern auch die wirtschaftlichen Zukunftschancen nach einem Todesfall.

Dieser Aspekt ist insbesondere deshalb von Bedeutung, weil die Altersvorsorge zukünftig immer stärker auf den privaten Vermögensaufbau verlagert wird. Mit der Geburt des ersten Kindes gerät dieses System auf eine Schieflage, welche man zumindest betrachten sollte.

Besser nicht aufschieben!

Warum vor der Geburt? Es gibt verschiedene Gründe, weshalb man auch das Thema Erben bereits vor der Geburt des ersten Kindes ausdiskutieren sollte. Dies ist aus mehreren Gründen ein günstiger Zeitpunkt:

  • Gerade vor der Geburt des ersten Kindes stehen sich die Eltern besonders nahe und das macht es einfacher, eine Lösung für die gemeinsame Zukunft zu finden.
  • Die werdenden Eltern beschäftigen sich zu diesem Zeitpunkt bereits mit organisatorischen Grundsatzfragen.
  • Nach der Geburt sind die Jungeltern mit anderen Dingen beschäftigt, als dass sie sich mit scheinbar nicht dringenden Sachfragen zu beschäftigen.

Bei unverheirateten Eltern ist die Regelung des Erbes besonders wichtig. Allerdings muss in diesem Falle die Vermögensentwicklung und Verteilung als Ganzes ganz genau besprochen und geregelt werden, denn beim Erbrecht bestehen zwischen den Elternteilen keinerlei erbrechtlichen Ansprüche. Kommt es zum Erbfall, hat das für den wirtschaftlich schwächeren Elternteil so oder so dramatische Folgen, wenn zuvor nichts geregelt wurde.

Über den Güterstand

Bevor man sich ewig bindet, sollte man sich mit dem Kleingedruckten beschäftigen. Dazu gehört auch, dass man sich Gedanken über den Güterstand macht. Der Güterstand ist quasi die Vertragsbasis einer Ehe und legt fest, wie die Vermögensbildung in der Beziehung organisiert wird, bzw. wo der Vermögensaufbau anfällt.

Es ist leicht nachvollziehbar, dass diese Regelung bei einer Trennung, vor allem aber im Erbfall von entscheidender Bedeutung ist. Und um den Erbfall geht es hier in erster Linie.

Denn der Güterstand entscheidet nicht nur wem was gehört (und damit, was vererbt wir und was sowieso dem überlebenden Ehegatten gehört). Er entscheidet auch über die Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des Erbrechts. Den spätestens mit dem ersten Kind (das muss im Übrigen nicht zwingend das eigene sein), verschieben sich die Verhältnisse bei der Erbteilung gewaltig.

Wer nichts regelt und den gesetzlichen Standard übernimmt, verliert deshalb im Erbfall unter Umständen die entscheidende Vermögensmasse, welche den Unterschied zwischen gut versorgt und einer latenten Altersarmut ausmacht.

Wer nicht verheiratet ist, muss sich keine Gedanken über den Güterstand machen. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht sinnvoll wäre, sich Gedanken über die Themen Vermögensaufbau und Erben machen sollte. Ganz im Gegenteil!

Der Ehevertrag

Wen sich Paar nicht mit den gesetzlichen Standardregelungen des BGB zufriedengeben wollen, regeln sie ihr Verhältnis in einem Vertrag. Im Falle von Eheleuten ist es ein Ehevertrag. Dieser regelt zum Beispiel den Güterstand. Wer nicht in einer Zugewinngemeinschaft leben will, sondern die Gütertrennung bevorzugt oder sich sogar für eine Gütergemeinschaft begeistert, braucht einen Vertrag. Daneben kann mit dem Ehevertrag natürlich auch geregelt werden, welche Unterhaltsverpflichtungen im Falle einer Trennung und Scheidung bestehen. Außerdem ist es üblich, einen Ehevertrag mit einem Erbvertrag zu kombinieren.

Warum ist ein Ehevertrag für eine werdende Mutter von Bedeutung? Weil es Einfluss auf ihre Ansprüche im Falle eines Erbfalles haben kann. Längst nicht jeder Ehevertrag ist sinnvoll und im Sinne der Mutter. Deshalb sollte man sich im Vorfeld über die Konsequenzen im Klaren sein, bevor man Fakten schafft, die man später vielleicht bitter bereut.

Über die Betreuung

Die Betreuung setzt ein, wenn eine Person nicht mehr für sich selbst sorgen kann. Wenn man zuvor keine Regelung getroffen hat, muss das Betreuungsgericht entscheiden, wer diese Funktion übernimmt. In vielen, aber längst nicht allen Fällen, ist das der Ehegatte oder eine verwandte Person. Es liegt in diesem Fällen am Betreuungsgericht zu entscheiden, ob sie die amtliche Betreuung aus dem Umfeld der betreuten Person auswählt oder das Mandat einem Betreuungsverein oder einer professionellen Betreuung erteilt.

So oder so ist eine amtliche Betreuung, wenn immer möglich zu verhindern, da sie mit viel bürokratischem Aufwand verbunden ist. Außerdem ist eine externe Betreuung selbst im Idealfall (also dann, wenn die betreuende Person einen richtig guten Job macht und sich engagiert) ein tiefer Eingriff in die Privats- und Intimsphäre und deshalb zu vermeiden.

Vermieden kann eine amtliche Betreuung nur werden, wenn man vorsorgt und der Person seines Vertrauens die entsprechende Vollmacht erteilt.

Und an wen geht in einem solchen Fall die Betreuung des Kindes über? Auch das kann man – wenn auch deutlich weniger verbindlich – mit einer Sorgerechtsverfügung regeln.

Das Prinzip des Erbens

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Erbrecht unter Ehegatten

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Ein Kind verändert die Ansprüche der Ehegatten im Erbfall. Das ist besonders bei Frauen von größter Bedeutung, weil deren Altersvorsorge meist auf tönernen Füßen steht. Fliesst dann noch das halbe Vermögen weg, ist der erste Schritt in die Alterarmut getan.